"Nadelmalereien" von Markus Duschek

Vorwort

Eines Tages trat Markus Duschek an mich mit der Bitte heran, ob ich bereit wäre, seine gestickten Bilder zu fotografieren, damit er Freunden, Bekannten und Verwandten, die von seinem seltenen Hobby hörten, auch einmal die Ergebnisse seiner bevorzugten Freizeitbeschäftigung zeigen könne. Da seine Bilder in der Regel einen Quadratmeter groß sind und gerahmt und verglast die Wände seines Elternhauses zieren, ist eine andere Form der Präsentation auch kaum möglich und sinnvoll. Als ich seine Bilder sah, war ich zunächst sprachlos und dann fasziniert. Dazu gehörte auch die Überraschung, dass hier völlig fern des aktuellen Zeitgeistes eine alte Kunst gepflegt wird, die schon längst der Vergangenheit anzugehören schien. Deshalb erklärte ich mich gerne bereit, Markus Duschek auf diesem Wege dabei behilflich zu sein, seine Kunst öffentlich werden zu lassen.

Um die Bilder fotografieren zu können, mußte zunächst eine große Staffelei gebaut werden, damit die Bilder mit Speziallicht vollflächig und damit schattenfrei ausgeleuchtet werden konnten. Fotografiert wurde dann mit einer professionellen digitalen Spiegelreflexausrüstung vom Stativ aus. Die Fotos wurden dann am PC mit Photoshop für die Präsentation in Buchform digital aufbereitet.

Als die Bilder vorlagen, entstand die Idee zu diesem Buch, weil eine angemessene Einschätzung der künstlerischen Leistung von Markus Duschek nur im engen Zusammenhang mit den erforderlichen Hintergrundinformationen möglich ist. Deshalb werden in dem Buch Hinweise und Informationen zum Sticken angeboten und dann jedes der 25 Bilder, die als Beispiele dienen, knapp erläutert.

Zunächst aber zum „Nadelmaler“:

 

Markus Duschek wurde 1967 in Hameln geboren und wuchs in dem Sünteldorf Haddessen auf. Nach der Schule erlernte er einen Handwerksberuf. Bereits als Kind faszinierte ihn das Mittelalter und das alte Ägypten.

Als dem 27jährigen ein Bildband über den Wandteppich von Bayeux in die Hände fiel, handelte er nach dem Leitspruch seines Urgroßvaters: „Was die Augen sehen, müssen die Hände können!“ - und machte sich spontan ans Werk, den Wandteppich stickend zu reproduzieren. Nach vier Monaten war es geschafft.

Von nun an ließ ihn die Begeisterung für den Umgang mit Nadel und Faden nicht mehr los. Dabei ist sein Repertoir vielseitig. Als der „Herr der Ringe“ in aller Munde war, stickte er ein Bild zu diesem Thema und während einer Reise auf dem Nil - ja was wohl? Stetig verfeinerte er seine Kunst, die große Ausdauer voraussetzt. An manchen Bilder stickt er länger als ein Jahr.

Den Betrachtern seiner gestickten Kunstwerke wünsche ich dabei viel Freude - und vielleicht auch das fast ungläubige Staunen, das mich ergriff.

 

Das fertige Buch liegt in gedruckter Form vor - und wird Interessierten zum Kauf angeboten (Format 21 x 21 cm, 60 Seiten, 29,90 €).

Bestellungen sind hier möglich:

 

EMail: markus.duschek@gmx.de

 


Hansjörg Ulf Schneider                                                    November 2013

Am 25. April 2014 eröffnete der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont, Tjark Bartels, eine Ausstellung mit einer Bildauswahl der "Nadelmalereien" von Markus Duschek im Kreishaus.

 

Während der nächsten zwei Monate können Besucher des Kreishauses die ausgestellten gestickten Kunstwerke betrachten und - wie einige Besucher bereits am Eröffnungstag - über die filigrane Stickkunst staunen...