Irland vor 25 Jahren und im Jahre 2014

Hausfassade in Derry bzw. Londonderry 1989

Während einer Rundreise 1988 - also vor 25 Jahren - um die irische Insel fotografierte ich Dias im Mittelformat 6x6. Eine erneute Rundreise planend, digitalisierte ich einige der Bilder, die ich während der damaligen Reise fotografierte. Meine damaligen Reiseeindrücke versuchten das von mir so empfundene Spannungsverhältnis einzufangen, das zwischen der natürlichen farbenfrohen Kargheit der grünen Insel bestand und der ungewöhnlichen Gastfreundschaft der Iren und das bedrückende Spannungsverhältnis zwischen Protestanten und Katholiken, die sich vor allem in einer Stadt verdichteten, die von den republikanischen Iren "Derry" und von den Nordiren "Londonderry" genannt wurde.

 

Während der Irland-Rundereise beschloss ich, die Reise auf Schottland auszuweiten. Mein letzter Besuch liegt 27 Jahre zurück.

 

In Vorbereitung auf meine aktuelle Reise, gestaltete ich mir einen Irlandkalender 2014.

 

Hier einige der Bilder, die ich vor 25 Jahren fotografierte:

 

Bei meiner Irland-Reise 2014 wollte ich in Erfahrung bringen, was geblieben ist und was sich verändert hat.

 

Irland erreichte ich über die Fährverbindung Pembroke-Rosslare. Meine Reiseetappen:

 

Ladys Illand - Hooks Head - Jerpoint Abbey - Rock of Cashel - Kinsale - Mizen Head - Dingle - Cliffs of Moher - Burren - Clifden - Sligo - Dungloe - Malin Head - Giants Causeway.

 

Von dort setzte ich mit der Fähre über nach Schottland.

 

Auf eine Beschriftung der einzelnen Fotos verzichte ich. Irlandkenner werden die Bilder zuordnen können - und bei den anderen Betrachtern mögen die Bilder das Interesse an Irland wecken. Meine oben aufgeführten Reiseetappen könnten Anhaltspunkte für eine Reiseplanung sein.

 

Was kam mir bekannt vor: Die inner-irischen Straßenverhältnisse! Da ich die Hauptverbindungen nicht nutzte, war wie vor 25 Jahren selbst im nur 5 m langen Wohnmobil stetige Konzentration angesichts der engen und kurvenreichen Straßen angesagt, die eigentlich immer entweder von Steinwällen oder von Hecken eingefasst sind.

In Norwegen dürften viele dieser Straßen lediglich mit  30km/h befahren werden. In Irland werden diese Straßen vielfach auf unglaubliche 80 km/h beschränkt. Ein Ire kommentierte das so: "Im Gegensatz zu den Norwegern sind wir überwiegend sehr katholisch - und manche glauben, dass sie sich mit einer Reise in das Jenseits verbessern könnten."

 

Was neu war: Die bekanntesten touristischen Ziele waren nicht mehr frei zugänglich, sondern zu Touristik-Zentren ausgebaut und hatten meistens ihren ursprünglichen natürlichen Charme eingebüßt. Die Cliffs of Moher und Giants Causeway mögen dabei als negative Beispiele dienen. Aber dem Gallarus Oratory auf der Dingle-Halbinsel war die touristische Aufbereitung wegen des nunmehr guten Pflegezustands förderlich.